Eine Bestellung wurde verschickt, ein Termin rückt näher, ein Angebot läuft aus. Push-Benachrichtigungen können solche Hinweise direkt auf dem Gerät sichtbar machen, auch wenn die App oder Website gerade nicht geöffnet ist. Unternehmen erreichen Nutzende damit auch außerhalb der aktiven Nutzung. Nützlich ist das nur, wenn die Empfänger Benachrichtigungen erlaubt haben und die Nachricht zum Anlass passt.
Wie sich App-Push und Web-Push unterscheiden, welche Nachrichten für welchen Zweck geeignet sind und woran sich ihre Wirkung messen lässt, zeigt dieser Leitfaden.
Was sind Push-Benachrichtigungen?
Eine Push-Benachrichtigung ist eine kurze Nachricht, die eine App oder Website über die Benachrichtigungsfunktion eines Geräts anzeigt. Je nach Plattform erscheint sie etwa auf dem Sperrbildschirm, in der Benachrichtigungszentrale oder am Desktop. Der Begriff Push-Nachricht wird oft synonym verwendet.
Anders als eine Nachricht, die nur innerhalb einer geöffneten App sichtbar ist, kann eine Push-Benachrichtigung auch außerhalb der aktiven Nutzung auf ein Ereignis aufmerksam machen. Beispiele sind ein Versandupdate, eine Terminerinnerung oder ein Hinweis auf ein relevantes Angebot.
Wie funktionieren Push-Benachrichtigungen?
Ein Unternehmen erstellt eine Nachricht und wählt die Empfänger aus. Der Push-Dienst übermittelt sie an die zuständige Infrastruktur des Betriebssystems oder Browsers; das Gerät zeigt sie entsprechend seinen Einstellungen an. Dafür müssen die technische Einrichtung und die erforderliche Benachrichtigungsberechtigung vorliegen. Der Versand allein garantiert weder eine sofortige Anzeige noch eine Reaktion.
Die Empfänger können Benachrichtigungen in den Einstellungen ihrer App, ihres Browsers oder ihres Geräts verwalten. Unternehmen sollten deshalb nur Nachrichten versenden, die für das gewählte Segment einen erkennbaren Anlass haben.
App-Push und Web-Push im Vergleich
App-Push-Benachrichtigungen stammen von einer installierten Anwendung und werden über den Push-Dienst des Betriebssystems zugestellt. Web-Push-Benachrichtigungen stammen von einer Website und werden über den Browser verarbeitet. Beide können erscheinen, wenn die jeweilige App oder Website nicht aktiv geöffnet ist. Berechtigung, Anzeige und verfügbare Funktionen unterscheiden sich jedoch je nach Gerät, Betriebssystem, Browser und Zustellkanal.
Arten von Push-Benachrichtigungen und passende Einsatzfälle
Nach ihrem Zweck lassen sich Push-Nachrichten in mehrere Gruppen einteilen. Diese Einteilung gilt sowohl für App- als auch für Web-Push, sofern die jeweilige Plattform den Anwendungsfall unterstützt.
1 Transaktionsbezogene Push-Benachrichtigungen
Sie informieren nach einer konkreten Aktion über den weiteren Verlauf, etwa über eine Bestellung, eine Lieferung oder eine Passwortänderung. Wann einsetzen: Wenn eine Konto- oder Bestellinformation für die betroffene Person unmittelbar relevant ist.
2 Werbliche Push-Benachrichtigungen
Sie weisen auf Angebote, Rabatte oder neue Produkte hin. Wann einsetzen: Bei zeitlich begrenzten Aktionen oder Produkteinführungen, wenn Inhalt und Zielgruppe zusammenpassen. Zu häufige oder unpassende Nachrichten können dazu führen, dass Nutzende Benachrichtigungen deaktivieren.
3 Erinnerungsbenachrichtigungen
Erinnerungen greifen eine noch offene Handlung auf, beispielsweise einen nicht abgeschlossenen Warenkorb oder ein bald auslaufendes Abonnement. Wann einsetzen: Wenn die Erinnerung eine begonnene Aufgabe sinnvoll fortsetzt und rechtzeitig eintrifft.
4 Personalisierte Push-Benachrichtigungen
Diese Nachrichten beziehen sich auf bekannte Interessen, Aktivitäten oder Standorte. Wann einsetzen: Wenn aus diesen Informationen ein tatsächlich passender Hinweis oder eine hilfreiche Empfehlung entsteht. Personalisierung allein macht eine Nachricht noch nicht relevant.
5 Systembenachrichtigungen
Sie informieren über App-Updates, Wartungsarbeiten oder Änderungen eines Dienstes. Wann einsetzen: Wenn die Information die Nutzung des Produkts betrifft und über den Push-Kanal rechtzeitig wahrgenommen werden soll.
Push-Benachrichtigungen sendenWelche Vorteile bieten Push-Benachrichtigungen Unternehmen?
Push-Nachrichten erreichen Empfänger über die Benachrichtigungsfunktion ihres Geräts. Ihr Nutzen hängt davon ab, ob die Nachricht zum Anlass passt und die Empfänger sie erhalten möchten.
- Zeitnahe Informationen versenden
Ein Statusupdate oder eine Erinnerung kann ankommen, ohne dass Nutzende die App oder Website aktiv öffnen. Ob und wann die Meldung angezeigt wird, hängt jedoch von Plattform und Geräteeinstellungen ab.
- Interaktionen anstoßen
Eine relevante Nachricht kann Nutzende zu einer noch offenen Aufgabe oder einem interessanten Inhalt zurückführen. Unpassende oder zu häufige Pushs belasten dagegen die Aufmerksamkeit.
- Präferenzen besser verstehen
Versand- und Reaktionsdaten zeigen, welche Themen, Segmente und Zeiten im jeweiligen Kanal funktionieren. Daraus lassen sich spätere Kampagnen gezielter planen.
- Konversionen unterstützen
Ein Hinweis auf einen verlassenen Warenkorb oder ein passendes Angebot kann einen Kauf oder eine andere gewünschte Handlung erleichtern. Der Effekt sollte anhand der tatsächlichen Zielhandlung geprüft werden.
- Aufwand und Ergebnis vergleichen
Automatisierte und segmentierte Kampagnen können den Versand effizienter machen. Ob sich der Einsatz wirtschaftlich lohnt, hängt von Plattformkosten, Einrichtungsaufwand und gemessenen Ergebnissen ab.
Beispiele für Push-Benachrichtigungen nach Anlass
Die folgende Übersicht verbindet typische Inhalte mit dem jeweiligen Kommunikationsziel. Ein Beispiel eignet sich nur dann für eine Kampagne, wenn es zur Erwartung und Situation der Empfänger passt.
| Ansprechende Inhalte | Beispiel | Zweck |
|---|---|---|
| Engagement-Pushs |
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| Zeitgebundene Pushs |
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| Werbliche Pushs |
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| Transaktions-Pushs |
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| Personalisierte Pushs |
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| Soziale Updates |
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| Feedback- und Umfrage-Pushs |
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| Standortbasierte Pushs |
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Push-Benachrichtigungen versenden: sechs Schritte
Der Ablauf reicht von der technischen Einrichtung bis zur Auswertung. Testen Sie den Versand vor dem Regelbetrieb auf den Geräten und Browsern Ihrer Zielgruppe.
Schritt 1: Push-Dienst auswählen
Prüfen Sie, ob ein zuverlässiger Dienst die benötigten App- oder Web-Plattformen, Segmentierung, Deep Links, Automatisierung und Auswertungen unterstützt. Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Kanal und eingesetztem System.
Schritt 2: Benachrichtigungsberechtigung einholen
Erklären Sie vor der Berechtigungsanfrage, welche Nachrichten Nutzende erwarten können. Fragen Sie nach der Freigabe in einem passenden Nutzungskontext und berücksichtigen Sie die Vorgaben des jeweiligen Browsers oder Betriebssystems. Eine abgelehnte Berechtigung lässt sich nicht durch häufiges erneutes Nachfragen ersetzen.
Schritt 3: Zielgruppe segmentieren
Ordnen Sie Empfänger nach Kriterien wie Verhalten, Interesse, Sprache oder App-Version. Nutzen Sie Standortdaten nur, wenn sie für die Nachricht erforderlich und verfügbar sind. So erhält jedes Segment einen Anlass, der zu seiner Situation passt.
Schritt 4: Nachricht gestalten
Ein verständlicher Titel und ein kurzer Text sollten den Anlass sofort erkennbar machen. Wenn eine Handlung erwartet wird, muss auch das Ziel nach dem Tippen zur Nachricht passen. Prüfen Sie die Darstellung auf den Zielplattformen.
Schritt 5: Versand planen
Versenden Sie zeitkritische Informationen unmittelbar oder planen Sie Kampagnen für einen geeigneten Zeitpunkt. Berücksichtigen Sie Zeitzonen und lokale Ruhezeiten der Zielgruppe, sofern der eingesetzte Dienst diese Steuerung unterstützt.
Schritt 6: Ergebnisse auswerten
Vergleichen Sie Zustellung, Interaktion und die gewünschte Zielhandlung. Testen Sie jeweils eine Änderung an Inhalt, Segment oder Versandzeit und prüfen Sie, ob sich das Ergebnis verbessert. Die genaue Definition einzelner Kennzahlen kann je nach Plattform variieren.
Erfolg von Push-Benachrichtigungen messen
Eine einzelne Klickzahl zeigt noch nicht, ob eine Kampagne ihr Ziel erreicht hat. Legen Sie vor dem Versand fest, welche Handlung die Nachricht auslösen soll, und betrachten Sie diese Kennzahlen zusammen:
- Zustellrate: Anteil der Nachrichten, die laut Dienst an die Zielgeräte zugestellt wurden. Eine niedrige Rate kann auf ungültige Empfänger, technische Probleme oder nicht erreichbare Geräte hinweisen.
- Öffnungs- oder Klickrate: Anteil der Empfänger, die die Benachrichtigung geöffnet oder angetippt haben. Prüfen Sie, welches Ereignis der eingesetzte Dienst tatsächlich zählt.
- Konversionsrate: Anteil der Empfänger, die nach der Nachricht die gewünschte Handlung ausführen, etwa eine Anmeldung oder einen Kauf.
- Abmelderate: Anteil der Empfänger, die Benachrichtigungen deaktivieren. Ein Anstieg kann auf zu hohe Frequenz oder geringe Relevanz hinweisen.
- Engagement im Zeitverlauf: Entwicklung der Reaktionen über Tage oder Wochen. So lassen sich einmalige Ausschläge von längerfristigen Mustern unterscheiden.
Führen Sie A/B-Tests mit unterschiedlichen Titeln, Texten oder Versandzeiten durch.
Passen Sie Zeitpunkt und Frequenz an das Verhalten und die Einstellungen der Empfänger an.
Aktualisieren Sie Inhalte, wenn Angebote oder Informationen nicht mehr gelten.
Segmentieren Sie die Zielgruppe, bevor Sie allgemein formulierte Nachrichten an alle versenden.
Push-Dienst auswählen: worauf Unternehmen achten sollten
Für die Auswahl zählen die unterstützten Plattformen, die Einbindung in App oder Website, Zielgruppensteuerung und nachvollziehbare Auswertungen. EngageLab bietet dafür AppPush und WebPush; welche Funktionen verfügbar sind, hängt vom jeweiligen Produkt und der Plattform ab.
Für den Vergleich mit anderen Diensten sind Integration, Kanalabdeckung, Auswertung und Zielgruppensteuerung besonders relevant.
- Integration in App oder Website
AppPush wird über ein SDK in die Anwendung eingebunden; für WebPush sind die Web-Integration und die jeweiligen Browseranforderungen maßgeblich. Planen Sie Einrichtung und Tests für die tatsächlich genutzten Plattformen ein.
- Kanäle und Reichweite
EngageLab AppPush unterstützt unter anderem Firebase Cloud Messaging (FCM), Apple Push Notification Service (APNs) und mehrere Android-Herstellerkanäle. Welche Geräte erreichbar sind, hängt von App-Integration, Kanal und Berechtigung ab.
EngageLab WebPush unterstützt gängige Browser wie Chrome, Firefox, Safari, Edge und Opera. Die Verfügbarkeit unterscheidet sich nach Betriebssystem und Browserversion.
- Statistiken und Analysen
EngageLab stellt Kennzahlen für Versand, Zustellung und Reaktionen bereit. AppPush bietet unter anderem Ansichten zum Nachrichten-Funnel sowie Auswertungen nach Plattform und Kanal. Prüfen Sie vor einer Kampagne, welche Kennzahl für das gewünschte Ergebnis relevant ist.
- Nachrichten-Funnel und Zustellraten
- Auswertungen nach Plattform und Kanal
- Entwicklung neuer und aktiver Nutzender
- Weitere nachgelagerte Ereignisse, soweit eingerichtet
- Passende Zielgruppen und Versandzeiten
Mit Aliasen, Tags sowie Geräte- und Standortmerkmalen lassen sich Zielgruppen eingrenzen, sofern die Informationen vorliegen. Geplante Versandzeiten helfen, Nachrichten an den gewählten Zeitpunkt anzupassen.
Wenn die benötigten Plattformen und Auswertungen feststehen, können Sie die Funktionen von EngageLab anhand einer eigenen Kampagne prüfen. Informieren Sie sich vorab über die aktuell geltenden Testzeiträume und Preise.







