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Hannah Schmidt

Aktualisiert: 2026-08-03

8971 Aufrufe, 5 min Lesen

Die Kosten für Push-Benachrichtigungen liegen 2026 zwischen 0 und 880 Euro pro Monat. Entscheidend sind die Zahl der Abonnements, das Nachrichtenvolumen und das Preismodell. Die meisten Anbieter rechnen nach einem von drei Modellen ab: Freemium mit nutzungsabhängigen Gebühren, gestaffelte Preise nach MAU beziehungsweise Abonnements oder DAU-basierte Preise. Versteckte Gebühren können die Endrechnung um 20–40 % erhöhen. Der folgende Vergleich zeigt die tatsächlichen Kostenmuster gängiger Push-Anbieter und schafft damit eine belastbare Grundlage für die Budgetplanung vor Vertragsabschluss.

Gängige Servicemodelle und Kosten für Push-Benachrichtigungen

Wichtige Einflussfaktoren auf die Kosten für Push-Benachrichtigungen

Sechs Variablen bestimmen, wie viel Unternehmen tatsächlich für Push-Benachrichtigungen zahlen. Eine Prüfung vor Vertragsabschluss schützt vor den häufigsten Budgetüberschreitungen:

Monatlich aktive Nutzende beeinflussen die Kosten für Web-Push-Benachrichtigungen
  • Monatlich aktive Nutzende (MAU) / Abonnements: Bei den meisten Anbietern ist dies der größte Kostentreiber. Die Preise steigen typischerweise in Stufen von 10.000, 50.000 oder 100.000 Abonnements. Manche Anbieter zählen registrierte Geräte statt aktiver Nutzender. Bei Apps mit hoher Nutzerbindung kann das die Abrechnung deutlich erhöhen.
  • Nachrichtenvolumen: Bei nutzungsabhängigen Modellen wird jede Sendung abgerechnet, typischerweise mit 0,00009 bis 0,0018 Euro pro Nachricht. Bei häufigen Kampagnen wie Flash-Sales im E-Commerce wird aus einem zunächst unbedeutenden Betrag schnell ein relevanter Budgetposten.
  • Erweiterte Funktionen: Verhaltensbasierte Segmentierung, Journey-Orchestrierung, KI-generierte Inhalte und Rich Media können die Kampagnenleistung verbessern, sind jedoch häufig kostenpflichtigen Stufen vorbehalten. Deshalb sollte vor der Budgetierung feststehen, ob der gewählte Tarif alle benötigten Funktionen umfasst.
  • Support-Level und Unternehmensanforderungen: Rund-um-die-Uhr-Support, ein dediziertes Customer-Success-Management, individuelles Onboarding und per SLA zugesicherte Verfügbarkeit erfordern meist einen Enterprise-Vertrag mit einer Mindestgebühr von 880 Euro pro Monat.
  • Plattformumfang und Kanäle: Auf einen einzelnen Push-Kanal spezialisierte Anbieter sind günstiger, beschränken Unternehmen aber auf eine Oberfläche. Multichannel-Plattformen für Push, E-Mail, SMS und WhatsApp haben höhere Einstiegspreise, reduzieren dafür die Zahl der Anbieter und die Kosten für die CDP-Integration.
  • Versteckte Kosten: Bandbreite für Rich Media, Datenaufbewahrung, Gebühren für den Vertragsausstieg und Drittanbieterintegrationen erscheinen nur selten in den beworbenen Preisen. Abschnitt 4 beziffert diese Kosten.

Die wichtigsten Preismodelle für Push-Benachrichtigungen

Drei Preismodelle dominieren 2026 den Markt für Push-Benachrichtigungen. Welches passt, hängt von Größenordnung und Budgetstruktur ab:

#1 Freemium und nutzungsabhängige Abrechnung

Das Freemium-Modell bietet eine kostenlose Basisstufe, deren Grenzen sich nach der Zahl der Abonnements oder dem Funktionszugriff richten. Bei der ergänzenden nutzungsabhängigen Abrechnung kostet jede versendete Nachricht typischerweise 0,00009 bis 0,0018 Euro. Damit ist der Einstieg günstiger als bei den anderen Modellen.

Das Modell passt zu Start-ups, die einen Kanal validieren, zu Nebenprojekten und zu Apps mit weniger als 10.000 Abonnements. Allerdings kann die Kostenentwicklung schnell unübersichtlich werden: Ab einem wöchentlichen Sendevolumen von mehr als einer Million Nachrichten skaliert eine lineare Abrechnung pro Nachricht nur schwer planbar.

#2 Nach MAU oder Abonnements gestaffelte Preise

Bei gestaffelten Preisen richten sich die Kosten nach der jeweiligen Abonnementstufe. Ein typischer Tarif umfasst bis zu 10.000, 100.000 oder eine Million Nutzende zu einer festen Monatsgebühr. Innerhalb dieser Stufe ist die Zahl der Sendungen unbegrenzt oder gedeckelt. Die Kosten werden dadurch planbar, allerdings wird grundsätzlich aufgerundet: Abgerechnet wird die Stufe und nicht die tatsächliche Zahl.

DAU-Preismodell zur Planung der Kosten für Push-Benachrichtigungen

#3 Individuelle Enterprise-Tarife und Vertragspreise

Enterprise-Tarife richten sich an Absender mit hohem Volumen, in der Regel ab einer Million MAU. Sie eignen sich außerdem für regulierte Branchen und für Marken, die individuelle SLAs, dedizierte Infrastruktur oder White-Label-Support benötigen. Die Preise werden vertraglich ausgehandelt. Je nach Kanalmix und SLA-Umfang ist mit 26.300 bis mehr als 131.700 Euro pro Jahr zu rechnen.

Wenn planbare Kosten, Multichannel-Reichweite und dedizierter Support gleichermaßen wichtig sind, sollten Anbieter ihr Angebot anhand der maximalen DAU, des Kanalmixes, des Support-Levels und der Vertragslaufzeit kalkulieren.

Wie hoch sind die Kosten für einen Push-Benachrichtigungsdienst?

Die realistische Spanne reicht von 0 bis zu 8.800 Euro pro Monat. Die folgenden fünf Anbieter zeigen das Spektrum: von kostenloser Entwicklungsinfrastruktur bis zur vollständig verwalteten Enterprise-Plattform.

1. EngageLab

EngageLab ist eine Multichannel-Plattform für Customer Engagement mit DAU-basierter Abrechnung. AppPush, WebPush, Email, SMS und WhatsApp lassen sich über eine zentrale Oberfläche verwalten. Hinzu kommen detaillierte Analysen, Segmentierung, A/B-Tests und Journey-Automatisierung. AppPush kann 30 Tage, WebPush 15 Tage kostenlos getestet werden.

Multichannel-Dashboard zur Kostenplanung für Push-Benachrichtigungen

Möchten Sie Ihre Push-Kosten vor der Skalierung zuverlässig planen?

  • Bei der DAU-basierten Abrechnung richten sich die Ausgaben nach den aktiven Nutzenden und nicht nach jedem registrierten Gerät.
  • Mit den Testversionen für AppPush und WebPush können Teams die Zustellbarkeit vor Abschluss eines Jahresvertrags prüfen.
  • Die Multichannel-Abdeckung reduziert den Aufwand, separate Anbieter für Push, E-Mail, SMS und WhatsApp miteinander zu verbinden.

2. CleverPush

CleverPush ist eine in Hamburg ansässige Customer-Engagement-Plattform für Web Push, App Push, E-Mail, WhatsApp, SMS und weitere Kanäle. Der Free-Tarif umfasst einen Kanal und bis zu 1.000 Abonnements. Basic beginnt bei 29 Euro pro Monat, Premium bei 59 Euro pro Monat. Zusätzlich bietet CleverPush Segmentierung, Echtzeit-Tracking, A/B/n-Tests sowie APIs und SDKs.

Laut der offiziellen Preisseite kostet der Free-Tarif 0 Euro pro Monat. Basic beginnt bei 29 Euro und Premium bei 59 Euro pro Monat. CleverPush kann außerdem 30 Tage kostenlos und unverbindlich getestet werden.

CleverPush-Tarife für Web- und App-Push-Benachrichtigungen

Preisstrategie

  • Free: 0 Euro pro Monat für einen Kanal und bis zu 1.000 Abonnements; Support ist eingeschränkt.
  • Basic: Ab 29 Euro pro Monat für einen Kanal; der Preis steigt mit der Zahl der Abonnements.
  • Premium: Ab 59 Euro pro Monat für bis zu drei Kanäle; umfasst erweiterten Support.
  • Enterprise: Individueller Preis, unbegrenzte Kanäle und priorisierter Support.

3. Klaviyo

Klaviyo ist auf E-Commerce ausgerichtet. E-Mail und SMS bilden die Hauptkanäle, Mobile und Web Push kamen später hinzu. Die Plattform lässt sich tief in Shopify und BigCommerce integrieren, erstellt Inhalte mit KI und ordnet Umsätze einzelnen Kampagnen zu. Push wird nicht separat abgerechnet, sondern ist in kontaktbasierten Preisstufen gebündelt.

Klaviyo ist eine KI-orientierte Plattform für die Unternehmenskommunikation

Preisstrategie

  • Kostenlos: Bis zu 250 aktive Profile, 500 E-Mails pro Monat und ein monatliches Guthaben für mobiles Messaging.
  • Email: Der Preis richtet sich nach der Zahl der aktiven Profile und dem monatlichen E-Mail-Volumen. Den konkreten Betrag weist Klaviyo im Tarifrechner aus.
  • Email + Mobile: Mobiles Messaging wird zum E-Mail-Abonnement hinzugebucht. Der Preis hängt vom Nachrichtenvolumen, Zielland und Kanal ab.
  • Enterprise: Individuelles Angebot über das Vertriebsteam. Add-ons wie Reviews und Marketing Analytics werden separat berechnet.

4. Firebase Cloud Messaging (FCM)

FCM stellt die Push-Infrastruktur von Google für Android, iOS und das Web kostenlos bereit. Auch unbegrenzte Zustellung, A/B-Tests und grundlegende Analysen kosten nichts. FCM ist allerdings Entwicklungsinfrastruktur, keine Marketingplattform. Segmentierung, Journey-Orchestrierung und Multichannel-Reichweite müssen Unternehmen selbst entwickeln oder zusätzlich einkaufen.

FCM ist eine von Google entwickelte Plattform

Preisstrategie

Die unbegrenzte Zustellung von Push-Benachrichtigungen über Android, iOS und das Web ist kostenlos. Für ergänzende Firebase-Dienste wie Cloud Storage, Cloud Functions und Realtime Database gilt nach Überschreitung der kostenlosen Kontingente der nutzungsabhängige Blaze-Tarif.

5. Airship

Airship richtet sich an Großunternehmen und unterstützt Push, In-App-Messaging, E-Mail, SMS/MMS, Mobile Wallet und KI-gestützte Customer Journeys. Die Plattform bietet prädiktive Segmentierung und granulare Personalisierung. Preise werden individuell ausgehandelt; veröffentlichte Preisangaben und eine kostenlose Testversion gibt es nicht. Interessierte Unternehmen müssen deshalb eine Demo buchen.

Airship ist eine Plattform für Multichannel Customer Engagement

Preisstrategie

Airship bietet Essentials als Self-Service-Plattform an. Für die Airship Experience Platform und Enterprise-Anforderungen veröffentlicht das Unternehmen keine Listenpreise; interessierte Unternehmen müssen ein individuelles Angebot anfordern.

Anbietervergleich

Anbieter Wichtigste Funktionen Geeignet für Kostenloser Tarif / Testversion Preismodell
EngageLab Mobile und Web Push, Email, SMS, WhatsApp; unbegrenzte Sendungen; Echtzeitanalysen; automatisierte Workflows Unternehmen jeder Größe, die planbare DAU-basierte Kosten und Multichannel-Abdeckung benötigen 30 Tage AppPush / 15 Tage WebPush DAU-basiert und gestaffelt
CleverPush Web und App Push; E-Mail; WhatsApp; SMS; Segmentierung; A/B/n-Tests; Echtzeit-Tracking Unternehmen, Publisher und E-Commerce-Anbieter mit Fokus auf den deutschsprachigen Markt Free-Tarif bis 1.000 Abonnements; zusätzlich 30 Tage kostenlos testbar Freemium und nach Abonnements gestaffelt (ab 29 Euro/Monat)
Klaviyo E-Mail, SMS und Push; Shopify-Integration; Umsatz-Tracking; KI-Inhalte; Flow Builder E-Commerce-Marken Kostenlos für bis zu 250 Kontakte Kontaktbasiert und gestaffelt; konkreter Preis über den Tarifrechner
Firebase Cloud Messaging Mobile Push (Android/iOS/Web); unbegrenzte Sendungen; A/B-Tests; Analysen Entwicklungsteams, die einen eigenen Marketing-Stack aufbauen 100 % kostenlos Kostenlos (nur ergänzende Firebase-Dienste sind kostenpflichtig)
Airship Mobile und Web Push; In-App; E-Mail; SMS; Mobile Wallet; prädiktive Segmentierung; KI-Journeys Großunternehmen mit regulatorischen oder Omnichannel-Anforderungen Kein kostenloser Tarif; nur Demo Individuelles Angebot; keine veröffentlichten Listenpreise

Häufig übersehene versteckte Kosten für Push-Benachrichtigungen

Die beworbenen Preise zeigen selten die Gesamtkosten. Die folgenden Posten erhöhen die Endrechnung typischerweise um 20–40 % und sind der häufigste Grund dafür, dass Teams ihr ursprüngliches Push-Budget überschreiten:

Der umfassendere Leitfaden zu den besten Push-Benachrichtigungsdiensten hilft bei der Vorauswahl von Anbietern. Dieser Abschnitt ergänzt anschließend jene Kosten, die auf Preisseiten selten aufgeführt werden.

  • Rich Media (Bandbreite und Speicher): Push-Benachrichtigungen mit Bildern, GIFs oder Videos verbrauchen Bandbreite und Speicher, die Anbieter oberhalb eines niedrigen Freikontingents häufig berechnen. Bei umfangreichen Einzelhandelskampagnen können die Rich-Media-Aufschläge die Grundgebühr des Abonnements übersteigen.
  • Eine Rich-Media-Push-Benachrichtigung kann Bilder, GIFs oder Videos enthalten
  • Aufbewahrung von Daten und Analysen: Daten zur Nutzersegmentierung, zum bisherigen Verhalten und zu Ereignisprotokollen werden standardmäßig meist 30–90 Tage aufbewahrt. Eine Verlängerung auf mindestens zwölf Monate für Kohortenanalysen verursacht Zusatzgebühren.
  • Gerätespezifische Add-ons für die Zustellbarkeit: APNs-Priorisierung, FCM-Themenverwaltung und das Kanal-Routing für Huawei, Xiaomi, OPPO und vivo im chinesischen Markt können eine kostenpflichtige Konfiguration oder Premium-Zustellstufen erfordern.
  • Test-, Segmentierungs- und Optimierungswerkzeuge: A/B-Tests mit mehreren Varianten, prädiktive Segmentierung und die Optimierung des Versandzeitpunkts setzen meist ein Upgrade auf eine mittlere oder eine Enterprise-Stufe voraus.
  • A/B-Test-Dashboard für Push-Benachrichtigungen zur Kampagnenoptimierung
  • Multichannel-Add-ons: Werden E-Mail, SMS, WhatsApp oder In-App-Messaging zu einem reinen Push-Tarif hinzugefügt, ist häufig ein Stufen-Upgrade statt einer kanalbezogenen Abrechnung erforderlich. Eine Verdopplung oder Verdreifachung der monatlichen Kosten ist nicht ungewöhnlich.
  • Kosten für Vertragsausstieg und Migration: Enterprise-Verträge sehen häufig Mindestlaufzeiten von 12 bis 36 Monaten und Klauseln zur vorzeitigen Kündigung vor. Bei der Migration zu einem neuen Anbieter müssen Abonnements außerdem erneut eingeholt werden. Während des Wechsels können dadurch 10–20 % der aktiven Abonnements verloren gehen.

Über Push-Benachrichtigungen hinaus: eine Multichannel-Strategie aufbauen

Warum ein Multichannel-Ansatz unverzichtbar ist

Wer ausschließlich Push nutzt, erreicht höchstens die Personen, die dem Kanal zugestimmt haben. Die Opt-in-Rate liegt 2026 typischerweise bei 40–60 % unter Android und 30–50 % unter iOS. Wer Push ablehnt, die App nicht mehr verwendet oder Benachrichtigungen nach der Installation deaktiviert, ist über diesen Kanal nicht mehr erreichbar. Ein Multichannel-Stack fängt diese Lücke auf: Push transportiert unmittelbar dringliche Inhalte, E-Mail ausführliche Informationen entlang des Kundenlebenszyklus, SMS zeitkritische Hinweise und WhatsApp in Regionen mit hoher Verbreitung wechselseitige Kommunikation.

Im Apple-Teil des Stacks entstehen die Kosten nicht durch die APNs-Zustellung selbst, sondern durch die dafür benötigten Werkzeuge. Der Leitfaden zum Apple Push Notification Service erläutert, wie APNs-Zugangsdaten, Payloads und Zustellregeln den Implementierungsaufwand beeinflussen.

Kostenvergleich: Push-Benachrichtigungen, E-Mail und SMS

Kosten pro Nachricht, Engagement-Profil und geeignete Anwendungsfälle unterscheiden sich je nach Kanal. Die folgende Tabelle fasst Branchenrichtwerte für die Budgetplanung 2026 zusammen:

Kanal Durchschnittliche Kosten pro Nachricht Einrichtung und Wartung Zustellgeschwindigkeit Engagement-Rate Geeignete Anwendungsfälle Kosteneffizienz
Push 0,00009–0,0018 Euro pro Nachricht (in MAU-/DAU-Tarifen oft unbegrenzt) Niedrig Sofort 5–15 % CTR Echtzeithinweise, App-Engagement, Flash-Sales, Erinnerungen Hoch
E-Mail 0,0009–0,0088 Euro pro Nachricht (nach Abonnementzahl gestaffelt) Mittel Innerhalb weniger Minuten 15–25 % Öffnungsrate / 2–5 % CTR Newsletter, Lifecycle-Kampagnen, Werbeaktionen Mittel
SMS 0,018–0,070 Euro pro Nachricht (abhängig von Land und Mobilfunkanbieter) Niedrig Sofort Über 90 % Öffnungsrate / 10–20 % CTR Dringende Hinweise, OTP-Verifizierung, Transaktionsmeldungen Niedrig bis mittel

Kanalempfehlungen für verschiedene Branchen und Szenarien

Welcher Kanalmix passt, hängt stark von der Branche ab. Die folgenden Zuordnungen basieren auf produktiven Implementierungen aus den Jahren 2024 bis 2026:

  • E-Commerce und Einzelhandel: Push adressiert Kaufabbrüche mit einer durchschnittlichen Rückgewinnungsrate von 18–25 % und informiert über erneut verfügbare Artikel oder Flash-Sales. E-Mail deckt Produktneuheiten und Lifecycle-Kampagnen ab, SMS VIP-Gutscheine und Versandbestätigungen.
  • SaaS und Abonnementdienste: In-App- und Web-Push transportieren Funktionsankündigungen und Nutzungsimpulse und unterstützen die Konversion von Testversionen. E-Mail begleitet Onboarding-Sequenzen und Verlängerungserinnerungen. SMS sollte sicherheitskritischen Hinweisen wie MFA und Passwortzurücksetzungen vorbehalten bleiben.
  • Verlagswesen, Medien und Inhalte: Web Push verbreitet Eilmeldungen mit einer typischen CTR von 3–6 %, E-Mail zusammenfassende Newsletter. SMS bleibt Hinweisen für Premium-Abonnements vorbehalten.
  • Gaming und mobile Apps: In-App-Push unterstützt tägliche Belohnungszyklen und Eventstarts. E-Mail dient dem Re-Engagement abgewanderter Nutzender. Außer für besonders umsatzstarke Spielende und VIPs wird SMS nur selten eingesetzt.
  • Finanzwesen und Fintech: In-App- und Web-Push melden Transaktionen und Kontostandsänderungen, E-Mail übermittelt Abrechnungen und Compliance-Mitteilungen. SMS wird häufig für OTP, Betrugswarnungen und Bestätigungen hoher Beträge eingesetzt. Bei regulierten Prozessen müssen Unternehmen die Kanalwahl an den Anforderungen an Authentifizierung, Sicherheit und Nachweisbarkeit ausrichten.

Wann DAU-basierte Preise und Multichannel-Abdeckung sinnvoll sind

EngageLab kommt für Teams infrage, die planbare Kosten für Push-Benachrichtigungen mit einer Multichannel-Abdeckung verbinden möchten:

  • Unbegrenzte Sendungen innerhalb jeder DAU-Stufe: Die Kosten bleiben bei steigender Versandhäufigkeit oder Zielgruppengröße konstant. Innerhalb des Tarifs fallen keine Aufschläge pro Nachricht an.
  • DAU-basierte Kostenstruktur: Die Ausgaben richten sich nach aktiven Nutzenden statt nach registrierten Geräten oder dem Sendevolumen. Damit entfällt der Aufrundungseffekt abonnementbasierter Preisstufen.
  • Kostenlose Tests mit realem Datenverkehr: AppPush lässt sich 30 Tage und WebPush 15 Tage testen, bevor eine vertragliche Bindung eingegangen wird.
  • Native Multichannel-Abdeckung: Email, SMS und WhatsApp werden über dieselbe Oberfläche wie Push verwaltet. Das vermeidet separate Anbieter und senkt die Kosten der CDP-Integration.

Als Vergleichswert zu den aktuellen Ausgaben dient eine Kostenschätzung anhand der maximalen DAU. In der kostenlosen Testversion können Unternehmen anschließend Zustellbarkeit und Funktionsumfang prüfen, bevor sie einen Jahresvertrag aushandeln.

Die tatsächlichen Push-Kosten vergleichen

Kalkulieren Sie die Kosten anhand der maximalen DAU, des App-/Web-Mixes, versteckter Add-ons, des Supportbedarfs und der Kanäle, die nach Push hinzukommen sollen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was kosten Push-Benachrichtigungen pro Monat?

Die Kosten für Push-Benachrichtigungen reichen von 0 Euro bei Firebase Cloud Messaging oder dem Free-Tarif von CleverPush bis zu individuell angebotenen Enterprise-Tarifen von Airship oder Braze. Die meisten wachsenden Unternehmen geben monatlich 18 bis 440 Euro aus. Maßgeblich sind die Zahl der Abonnements, das Nachrichtenvolumen und gebündelte Kanäle.

Sind Push-Benachrichtigungen kostenlos?

Ja. Firebase Cloud Messaging stellt unbegrenzt viele Push-Benachrichtigungen für Android, iOS und das Web kostenlos zu. Der Free-Tarif von CleverPush kostet ebenfalls 0 Euro und umfasst einen Kanal mit bis zu 1.000 Abonnements. Im Vergleich zu kostenpflichtigen Tarifen sind Funktionsumfang und Support jedoch eingeschränkt.

Welcher Push-Benachrichtigungsdienst ist 2026 am günstigsten?

Firebase Cloud Messaging ist mit 0 Euro für unbegrenzte Zustellungen am günstigsten. Für Segmentierung und Orchestrierung ist jedoch Entwicklungsaufwand erforderlich. Der Free-Tarif von CleverPush ist eine verwaltete Alternative für einen Kanal und bis zu 1.000 Abonnements. Bei einer Quote aktiver zu registrierten Nutzenden von unter 30 % können DAU-basierte Tarife bei steigender Größenordnung deutlich günstiger sein als vergleichbare MAU-Stufen.

Wie werden die Preise für Push-Benachrichtigungen berechnet?

Drei Preismodelle sind vorherrschend: (1) Freemium mit nutzungsabhängiger Abrechnung pro Nachricht, typischerweise 0,00009 bis 0,0018 Euro pro Push, (2) nach MAU oder Abonnements gestaffelte feste Monatsgebühren und (3) DAU-basierte Preise, die mit der maximalen Zahl täglich aktiver Nutzender skalieren und unbegrenzte Sendungen umfassen. Enterprise-Tarife basieren auf individuellen, jährlich ausgehandelten Verträgen.

Entstehen bei Push-Benachrichtigungen versteckte Kosten?

Ja. Zu den häufigsten versteckten Kosten gehören Bandbreite für Rich Media, eine verlängerte Datenaufbewahrung, Premium-Zustellrouting für bestimmte OEMs wie Huawei, Xiaomi, OPPO und vivo, erweiterte A/B-Testwerkzeuge, Multichannel-Add-ons und Gebühren für den Vertragsausstieg. Sie erhöhen die beworbenen Preise typischerweise um 20–40 %.

Sind Push-Benachrichtigungen günstiger als E-Mail oder SMS?

Pro Nachricht betrachtet ja. Push kostet 0,00009 bis 0,0018 Euro pro Sendung und ist in DAU-/MAU-Tarifen häufig unbegrenzt. E-Mail kostet 0,0009 bis 0,0088 Euro, SMS 0,018 bis 0,070 Euro. Push ist damit auf Nachrichtenebene 10- bis 800-mal günstiger als SMS. Die Gesamtkosten hängen vom Volumen, der Zielgruppengröße und dem Preismodell des Anbieters ab.

Zuletzt aktualisiert: August 2026.